RFID und IoT-Lösungen in der Logistik

Wenn der E-Commerce-Markt stetig wächst – laut bevh könnte 2021 erstmalig die Umsatzgrenze von 100 Milliarden Euro überschritten werden – muss auch die Logistik mitziehen. Neben gesteigerter Nachfrage erhöhen auch gestiegene Kundenanforderungen wie kürzere Lieferzeiten und Termintreue, Digitalisierung und die Globalisierung den Wettbewerbsdruck in der Branche. Diesen Herausforderungen können sich Transport- und Logistikunternehmen nur mithilfe neuer Technologien stellen, wie die Studie “Mobilizing the Delivery Workforce: Der Stand mobiler Technologien in Transport und Logistik 2021″ von Soti, Anbieter im Bereich Mobile Device Management Lösungen, herausgefunden hat. Bereits mehr als drei Viertel der T&L-Unternehmen in Deutschland würden seit 2020 verstärkt in mobile Technologien, Wearables oder IoT-Lösungen investiert haben. Auf der letzten Meile würden Mobile-First-Technologien in Zukunft immer mehr eine Schlüsselrolle bei der Zustellung spielen.

Mobile Lösungen für bessere Daten

Für viele Unternehmen seien nicht selbstfahrende Autos oder Drohnen die Lösung, um schneller und qualitativ hochwertig liefern zu können, oder um bessere Daten zu bekommen. Sie alle müssten auf Investitionen in Technologien wie mobile Geräte und IoT-Lösungen setzen – und würden es laut der Studie auch wollen. Mobile Geräte sollen die Daten für die benötigte Transparenz besser liefern und Prozesse effizienter und schneller gestalten. Das funktioniere jedoch nur, wenn an eine passende IoT-Management-Lösung gedacht wird, die in bestehende Systeme wie beispielsweise ERP- oder Lagerverwaltungssysteme integriert werden kann. Sind Systeme nicht kompatibel, gehen Daten, aber auch Lieferzeit verloren, besonders auf der letzten Meile.

RFID in der Anwendung

Auf die mobile Datenerfassung hat sich beispielsweise DENSO WAVE EUROPE, Teil der Toyota Gruppe, spezialisiert. Mit Auto-ID-Technologien, Handheld Terminals und Scannern sowie Wearables soll dafür gesorgt werden, dass Daten von der Kommissionierung bis zur Zustellung erhoben und ausgewertet können. Besonders die RFID-Technologie, eine Form der Auto-ID-Technologie, in Kombination mit der passenden mobilen Datenerfassung soll für einfache und schnelle Prozesse sorgen. Nicht nur die Lagerverwaltung soll mit RFID-Lesegeräten und Antennen besser funktionieren, sondern auch die Versandkontrolle:
Neben den RFID-Lesegeräten und Antennen bietet DENSO WAVE EUROPE außerdem eine eigene IoT Datenmanagement-Plattform: “ORiN“. Diese soll eine Middleware bereitstellen, mit der Informationen dann mit Fertigungssystemen, BI-Tools und Cloud-Lösungen geteilt werden können.

Unser the_thing Fazit

RFID ist spannend, wenn die Luftschnittstelle nicht zu groß wird. Im Lager, wenn etwa Ware durch eine Tür mit entsprechenden Lesegeräten und Antennen versehen ist, kann das vielversprechende Vorteile bringen – besonders im Vergleich zur sonst optischen Barcode-Technologie. Eine direkte Maschine-Maschine-Kommunikation ist möglich. Wer auf DENSO setzt, hat es vermutlich mit proprietären Protokollen zu tun. Das sollte doch bestimmt auch quelloffen gehen? Denn sonst lauern Abhängigkeiten.