Smart City: Digitalisierung als Standortvorteil

Was macht eine Stadt attraktiv? Grünflächen, Bildungs- und Kulturangebot, oder eine gute Anbindung? Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom hat nun herausgefunden: Auch die Digitalisierung sei ein Standortvorteil. Smarte Städte und Gemeinden sollen demnach besonders bei jungen Menschen zwischen 16 und 29 Jahren punkten. Laut der Befragung habe die Digitalisierung eines Ortes gerade bei dieser Zielgruppe Auswirkungen auf die Wohnortentscheidung. Dazu könnten Investitionen in die Digitalisierung auch Unternehmen anlocken.

Digitalisierung für mehr Lebensqualität

Doch erst wenige Orte in Deutschland nutzen smarte Lösungen als Standortvorteil. So sind sich 58 Prozent der Befragten sicher, die eigene Stadt oder Gemeinde habe die Digitalisierung verschlafen. Nur rund ein Drittel merke und profitiere im Alltag bereits von der Digitalisierung des eigenen Wohnortes. Bürger wünschten sich eine digitaler Infrastruktur oder einen digitalen Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen. Zu smarten Anwendungsfällen zählen beispielsweise:
Außerdem sind die Anforderungen durch die Corona-Pandemie gestiegen. Nicht nur an das digitale Arbeiten, sondern auch an das digitale Leben.

Aufholbedarf bei Smart City Lösungen

Da Menschen digitale Lösungen immer mehr auch an ihrem Wohnort erwarten, müssen Städte das Thema Smart City aktiv angehen. In Digitalisierungsprojekte muss mehr investiert werden, um als attraktiver Standort gesehen zu werden. Doch nicht nur bei der Digitalisierung selbst, sondern auch bei der Aufklärung gibt es Aufholbedarf. Zwar habe die Mehrheit der Umfrageteilnehmer angegeben, etwas mit dem Begriff Smart City anfangen zu können. Aber nur ein Bruchteil konnte konkrete Beispiele benennen. Ein Startpunkt für Ideen und Verständnis kann die “Smart Country Convention” vom 26. bis 28. Oktober 2021 in Berlin sein. Die Digitalisierung von Städten, Gemeinden und Regionen ist das zentrale Thema der Veranstaltung. Smarten Konzepte und innovativen Lösungen für die digitale Zukunft des öffentlichen Sektors werden präsentiert und diskutiert.

Unser the_thing Fazit

Inzwischen sollte klar sein: Das Internet der Dinge macht vor keiner Branche halt – und auch keinem Ort. In Zukunft wird alles vernetzt sein und wir werden digitale Lösungen auch voraussetzen. Denn solange wir davon profitieren, es einfach funktioniert und Mehrwert bringt, kommen digitale Lösungen an. Damit müssen sich auch Städte und Gemeinden befassen.